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Architektur/Baukunst
Bohinj gilt als das ethnologisch interessanteste Gebiet Sloweniens. Das Bauerbe bestätigt, dass Bohinj, was die Kulturgeschichte angeht, mit den anderen Gegenden immer mithalten konnte. Das Bohinj-Haus entwickelte sich unsichtbar von der frühen Einzimmer-Wohnung (aus dem 10. Jahrhundert), über verschiedene Formen der Zweizimmer- und Mehrzimmerwohnung bis zum geschlossenen und gestreckten Gehöft, das sich im 18. und 19. Jahrhundert herauskristallisierte. Das Haus verbindet unter seinem Dach Wohn- und Wirtschaftsräume. Als Baumaterial wurden Stein und Holz, die Bohinj in Übermaße besaß, benutzt. Die Scheune mit Gängen genannt ganki und das Dach wurden aus Holz gebaut. Die Hausherren und Frauen kümmerten sich nicht nur um die eigentliche Funktionalität des Hauses und der anderen Objekte sondern auch um ein schönes Erscheinungsbild - die Eingangstür war gewölbt, die Fenster hatten einen Steinrahmen und waren mit Schmiedengittern bedeckt, die äußerlichen Gänge genannt ganki, aus denen sich später Balkons entwickelten, waren kunstvoll geschnitzt und das Ganze war mit einer Blumenpracht aus Nelken umgeben, was auch heutzutage noch üblich ist. Ein schönes Beispiel eines solchen Gebäudes ist das Oplen-Haus im Dorf Studor. In Bohinj gibt es zehn Kirchen, die eine große kulturelle und geschichtliche Bedeutung haben. Alle Kirchen stehen an attraktiven Orten: inmitten der Wiese, am Ende des Dorfes, auf Anhöhen oder am Seeufer. In den Kirchen befinden sich zahlreiche Wandmalereien, Ölgemälde, Tafelmalereien, Statuen, Schnitzereien und verschiedene kunsthandwerkliche Gegenstände aus Glas, Stein oder Metall. Filialkirchen sind interessanter und haben einige gemeinsame Merkmale: Zwiebeldächer, Goldaltare, gotische Wandmalereien und einige Elemente der Architektur. In die Kirchen mit Schindeldächern aus Lärche gelangt man durch den mit Flusssteinen bepflasterten Vorraum oder durch Portale aus grünem Peračica-Stein. Bei der St. Johannes Kirche in bei Nemški rovt sind zwei Wappen der Brixner Bischofe abgebildet. Wenn man von Bohinj spricht, sollte man auf keinen Fall vergessen, einen der bekanntesten Symbole Sloweniens zu erwähnen - die Heuharfe bzw. auf slowenisch kozolec oder stoga, die für gewöhnlich in der Nähe der Siedlungen, Felder, Wiesen oder in den Siedlungen selber stehen. Kozolci haben eine charakteristische Architektur und sind ihren Zwecken (Saisonverwendung) angepasst - für das Trocken nach der Heumahd und Ernte, für die Speicherung des Heus, oder auch als Schutz vor schlechtem Wetter. Die Heuharfen sind luftdurchlässig, haben mehrere Stöcke und sind voll von statischen und stilistischen Lösungen, die für Besucher besonders interessant sind. Heuböden sind kleinere Gebäude für das Speichern des Heus auf abgelegten Wiesen oder Bergwiesen am Waldrand zwischen Bäumen und Gebüsch. Wenn man die Heuharfen für künstlerisch und auffällig hält, so muss man zu den Heuböden sagen, dass sich harmonisch gestaltet und ein unentbehrlicher Teil der Kulturgegenden Senožete, Dobrava, Rudnica und Anderen sind. Die durch die Jahrhunderte erhaltene Zweckbestimmung, die Nutzung des lokalen Baumaterials und die Überlieferung bestätigen die wirtschaftliche Begründung dieser Heuharfen und bezeugt zugleich das Verhältnis der Einheimischen zu ihrer Umgebung.
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