Museum der Wohnkultur in Bohinj

Museum Gorenjski muzej Kranj
Oplen-Haus
Studor 16
4267 Srednja vas
Tel.: ++386 (0)4 572 35 22 (H. Gregor Resman)
Öffnungszeiten:
26. XII. - 31. VI. 
und 1. IX. - 24. X.
1. VII. - 31. VIII.
25. X. - 25. XII.
10 - 12
16 - 18
Mo geschlossen
11 - 19
Mo geschlossen
geschlossen
Das Oplen-Haus ist ein Bauernhof des gestreckten Art, das unter seinem Dach sowohl Wohn- als auch Wirtschaftsbereich verbindet. Es ist eines der wenigen Häuser, in denen man ein Feuer an der offenen Feuerstelle der Schwarzen Küche anzünden kann.  Das Gebäude ist aus Stein und Holz gebaut. Der Übergang zur Scheune führt am Wohnbereich vorbei, was für viele Gebäude in Bohinj charakteristisch ist. Der Wohnbereich besteht aus Eingang mit Küche, Haus und Kammer, Dachgeschoss und Keller. 

Die Schwarze Küche mit einem Ofengewölbe genannt šipovnik wurde durch Konservierungsarbeiten wieder in ihre ursprüngliche Form gebracht (ohne Schornstein). Vom Eingang trennt sie nur das Ofengewölbe. In der Küche gibt es  drei Feuerstellen: offene Feuerstelle, Feuerstelle für den Ofen und ein Kessel für das Kochen vom Schweinefutter. Ähnlich wie im letzten Jahrhundert  (vor dem Bau des Schornsteins) steigt auch Heute noch der Rauch zum Dachboden, während das Gewölbe sein unterstes Niveau bestimmt.  

Das Haus bildet den Wohnbereich mit Tisch und Bänken, einem Steinofen und Bett oberhalb des Ofens, genannt pungrat. 
In  Wintern des letzten Jahrhunderts wurde hier viel gewebt, was auch die ausgestellten Webestühle beweisen. Die Kammer wurde vor allem als Schlafzimmer benutzt oder auch als Raum für Altenteiler, wie auch eine Urkunde bestätigt. Getreide, Ernte, Kleidung, Schuhe, Werkzeug und Ähnliches wurde auf dem Dachboden gelagert, in einer so genannten ispa oder in verschiedenen Truhen. Im letzten Jahrhundert war das Gebäude mit einem großen Stück Land verbunden, was auch der relativ große Stall, die Scheune und ein besonderer Lagerraum für Einstreu bestätigen. Die letzten Hausherren besaßen nur wenig Land und mehr Wald und züchteten lediglich einige Ziegen, für welche man in der Scheune Heu und getrocknete Zweige lagerte.  
 
Auf der Scheune befinden sich ähnlich wie damals Werkzeug und Zubehör: Wagen genannt lojtnik, Holzschlitten, Körbe, Werkzeug zur Reparatur von Schalen und Holzgegenständen, Schleifsteine, usw. Vieles davon spendeten Nachbarn  - die Bewohner des Dorfes Studor. Die Mehrheit der ausgestellten Ausrüstung und alle Möbel sind der Nachlass der letzten Besitzer.

Das jetzige Gebäude wurde Anfang des 19. Jahrhunderts an derselben Stelle, wo früher ein Holzhaus stand, gebaut. Beim Bau des Kellerfensters wurde ein Balken mit drei kleinen Fenstern benutzt. Bei der archäologischen Sondierung wurden in der Küche und im Vorraum mehrere Münzen aus dem 19. Jahrhundert gefunden. Bei der Erneuerung wurde auf dem unteren Balken eine Vertiefung gefunden, die wahrscheinlich einen der ersten Versuche darstellt, das Haus vor Unglück zu bewahren. Das Haus wurde 1991 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Kleinere Gruppen von Besuchern können das Haus gleichzeitig besichtigen. Auf der Bank im Haus können Sie nicht nur bequem sitzen sondern auch einer Tätigkeit aus der Vergangenheit nachgehen: Spielzeug (Puppen oder Bälle aus Stoff) anfertigen oder an einem Arm- oder Haarband weben. Vorangemeldete Gruppen (10 bis 20 Teilnehmer) können alte Kinderspiele spielen, Butter in einem Butterfass herstellen oder Wäsche waschen nach Großmutters Art. Das Oplen-Haus ist also nicht nur ein Museum, sonder auch ein Ort, an dem man vieles erleben kann. 







 




 
 
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